12. Mai 2010
Die Rolle der Medien als politische Meinungsmacher
Unter dem Titel das „System Schröder - Strategische Kommunikation von Politikern und die Verantwortung der Medien“ diskutierten die Studierenden des Masterstudienganges „Politikmanagement, Public Policy und Öffentliche Verwaltung“ mit dem freien Journalisten, Filmemacher und Gastprofessor Stefan Aust das Verhältnis von Politik und Medien.

(v.l.: Stefan Aust; Studierende der NRW School of Governance mit Stefan Aust und Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte; Teilnehmer des Seminars)
In Anlehnung an den Titel der Veranstaltung wurde zunächst das Verhältnis des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder und den Medien, speziell dem Magazin Spiegel, analysiert. So wies Aust den Vorwurf einer Medienkampagne gegen den Alt-Bundeskanzler von sich und bezeichnete Schröders Auftritt in der Elefantenrunde 2005 als „Sternstunde des Deutschen Fernsehens - authentisch, ehrlich und emotional“.
Der ehemalige Spiegel-Chefredakteur berichtete erneut aus seiner langjährigen Berufserfahrung und beantwortete die Fragen der Studierenden zum „Untergang Schröders“ sowie zur Rolle der Medien in diesem Zusammenhang. Auf die Frage, ob es die Journalisten oder die Politik seien, die Agenda Setting beitreiben, sagte Aust: „Wenn es der Politik gelingt etwas durchzusetzen haben wir (Journalisten) einen Fehler gemacht“, und machte somit abschließend noch einmal das Ambivalente Verhältnis zwischen Politik und Medien und sein Selbstverständnis als kritischer Journalist deutlich. Weitere Diskussionspunkte waren die Ausdifferenzierung der Medienlandschaft und deren zunehmende Bedeutung für den politischen Bereich sowie die Verantwortung und das Qualitätsmanagement eines Journalisten.
Innenansicht von Jana Müller und Jane Looden | Informationen zur Gastprofessur für Stefan Aust






