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NRW School of Governance Universität Duisburg Essen
18. April 2011
Christoph Bieber auf Welker-Stiftungsprofessur berufen: Mehr Ethik in der Politik

Der Gießener Dr. Christoph Bieber übernimmt im Mai an der UDE den Lehrstuhl für „Ethik in Politikmanagement und Gesellschaft“. Mit der von der Welker-Stiftung finanzierten Professur schärfen die NRW School of Governance und das Institut für Politikwissenschaft weiter ihr Profil. „Die Professur ist in diesem Zuschnitt etwas ganz Besonderes, und ich freue mich sehr, in diesem Feld an der UDE Schwerpunkte setzen zu können“, sagt Bieber. Er wird die Lehre und Forschung vor allem zu Politischer Kommunikation und Neuen Medien, Internet und Demokratie bereichern.

Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise zeigt, welche gesellschaftliche Verantwortung die politischen und ökonomischen Eliten haben. Dennoch würden ethische Fragen bei der Ausbildung von Studierenden und Nachwuchswissenschaftlern häufig vernachlässigt, davon sind die Welker-Stiftung und die NRW School of Governance überzeugt. Mit der neuen Professur wollen sie dies zumindest an der Uni Duisburg-Essen ändern. Profitieren wird von Biebers Berufung vor allem der Masterstudiengang Politikmanagement, Public Policy und öffentliche Verwaltung, in dem Führungskräfte von Morgen lernen.

Christoph Bieber (Jahrgang 1970) studierte Politikwissenschaft und Germanistik an der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Freien Universität Berlin. Er war Stipendiat der Landesgraduiertenförderung Hessen sowie der Hans-Böckler-Stiftung. Seit 1996 lehrt und forscht er in Gießen, zunächst als Wissenschaftlicher Mitarbeiter, ab 2003 bis zu seinem Ruf an die UDE als Wissenschaftlicher Assistent.

Bieber interessieren vor allem Fragen der politischen Kommunikation und Politikvermittlung, stets unter einem ethisch-normativen Blickwinkel. Dass er sich im vergangenen Sommer – lange vor dem Trubel um Julian Assange – in einem öffentlichen Vortrag an der UDE mit Fragen von Wikileaks und Ethik beschäftigte, beweist sein Gespür für Themen an der Schnittstelle von Politik, Ethik und Gesellschaft. Diese kommentiert er auch in seinem Weblog Internet und Politik. Hochaktuell ist seine Habilitationsschrift „Medialisierung von Wahlen“. Die Neuen Medien spielen hier wie schon in seiner Doktorarbeit eine besondere Rolle.

Die Duisburger Welker-Stiftung zählt seit Anfang 2008 zu den Förderern der NRW School of Governance. Dank ihrer Unterstützung konnten bereits der politikwissenschaftliche Forschungsschwerpunkt „Neue gesellschaftliche Konfliktlinien in der Metropole Ruhr“ und das gleichnamige Stipendienprogramm für Doktoranden eingerichtet werden.

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